#GettyMuseumChallenge von J. Paul Getty Museum
Zusammenhang
Das Getty Museum mit Sitz in Los Angeles ist seit langem führend in der Kunstvermittlung und -sensibilisierung und hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen weltweit mit Kunst zu verbinden. Als Reaktion auf die COVID-19-Pandemie stand das Museum vor der Herausforderung, seine Präsenzausstellungen und Bildungsangebote auf eine Online-Plattform umzustellen. Die Notwendigkeit, weiterhin mit dem Publikum in Kontakt zu treten und die umfangreiche Kunstsammlung des Museums auf eine Weise zu fördern, die die Menschen während des Lockdowns verbinden kann, wurde zu einer obersten Priorität.
Ausstellen
Da das physische Museum aufgrund der Pandemie geschlossen war, musste das Getty Museum einen Weg finden, seine Sichtbarkeit und Reichweite aufrechtzuerhalten und gleichzeitig das Publikum auf sinnvolle Weise einzubeziehen. Die Herausforderung bestand darin, trotz der Einschränkungen durch soziale Distanzierung und Quarantänemaßnahmen mit der Öffentlichkeit in Verbindung zu bleiben und eine Plattform für Kreativität und Engagement zu bieten. Traditionelle Museumsbesuche waren nicht möglich, so dass eine Lösung erforderlich war, die die Erfahrung des Besuchs und der Interaktion mit Kunst aus der Ferne replizieren konnte.
Ergriffene Maßnahmen
Um dieses Problem anzugehen, hat das Getty Museum am 25. März 2020 die #gettymuseumchallenge auf mehreren Social-Media-Plattformen gestartet, darunter X (ehemals Twitter), Instagram und Facebook. Die Challenge lud das Publikum ein, berühmte Kunstwerke aus der Getty’s-Kollektion mit alltäglichen Haushaltsgegenständen nachzubauen. Diese Social-Media-Initiative förderte nutzergenerierte Inhalte, die dann auf den Plattformen des Museums geteilt wurden, und trug so dazu bei, das Gemeinschaftsgefühl und die Kreativität in einer Zeit der Isolation zu fördern. Die Mitarbeiter des Getty Museums konzentrierten sich darauf, aufbauende, inspirierende Inhalte zu erstellen, die Gespräche und Beteiligung anregen. Darüber hinaus nutzte das Museum sein Online-Archiv und bot den Teilnehmern freien Zugang zu seiner umfangreichen Sammlung von Kunstwerken, von denen sie sich inspirieren lassen konnten.
Einige der Ergebnisse der Kampagne finden Sie hier.
Lehren
- Die Einfachheit und Zugänglichkeit der Challenge-Regeln (Kunst mit Haushaltsgegenständen nachbilden) machten sie für ein breites Publikum attraktiv, auch für diejenigen ohne vorherige Kunsterfahrung. Dies führte zu einem hohen Engagement und machte es einfach, die Inhalte des Museums zu teilen.
- Nutzergenerierte Inhalte wurden zu einem mächtigen Instrument zur Förderung des Museums. Das Getty war in der Lage, Inhalte von Teilnehmern wiederzuverwenden und so eine authentische Verbindung zu ihrem Publikum herzustellen und gleichzeitig Produktionskosten zu sparen.
- Die Kampagne passte sich den Stärken der jeweiligen Social-Media-Plattform an. Zum Beispiel trug das Echtzeit-Engagement von X dazu bei, schnelle Antworten zu generieren, während das visuell zentrierte Format von Instagram einen besseren Raum für die Präsentation von Kunstnachbildungen bot, was zu einem höheren Engagement in Bezug auf Likes und Kommentare führte.
- Der Kampagne gelang es, ein Publikum zu erreichen, das über den typischen Museumsbesucher hinausging, einschließlich Personen, die das Getty Museum möglicherweise nicht persönlich besucht haben. Der Einsatz sozialer Medien ermöglichte es dem Museum, ein globales Publikum über geografische Grenzen hinweg anzusprechen.
- Während das Engagement anfangs hoch war, ließ es nach den ersten Wochen nach. Dies verdeutlichte die Herausforderung, das langfristige Interesse und die Dynamik einer Social-Media-Kampagne aufrechtzuerhalten, insbesondere bei Plattformen wie X, auf denen Inhalte eine kurze Lebensdauer haben.
Schlussfolgerung
Die #gettymuseumchallenge des Getty Museums war eine erfolgreiche Initiative, die es dem Museum ermöglichte, während der COVID-19-Pandemie die Relevanz und Verbindung zu seinem Publikum aufrechtzuerhalten. Durch die Förderung von Kreativität und Beteiligung konnte das Museum nicht nur seine Gemeinschaft einbeziehen, sondern auch seine Reichweite auf ein neues Publikum auf der ganzen Welt ausweiten.
Die Kampagne zeigte das Potenzial der sozialen Medien, um Kreativität zu fördern, Gemeinschaften aufzubauen und Kultureinrichtungen in Krisenzeiten zu fördern.
Die wichtigsten Erkenntnisse sind die Bedeutung einfacher, integrativer Engagement-Strategien, der Wert von nutzergenerierten Inhalten und die Notwendigkeit, Inhalte auf die Stärken jeder Plattform zuzuschneiden. Der Ansatz des Getty Museums zeigt, wie Kulturinstitutionen soziale Medien kreativ nutzen können, um das Publikum auf sinnvolle und dauerhafte Weise zu begeistern.